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Erfahrungsberichte und Statements

Jetzt haben die Auszubildenden und Ausbildungsleiter der Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften das Wort: Sie berichten von ihren Erfahrungen und informieren aus erster Hand.

Stefanie Greve

Stefanie Greve kommt zwar aus Sasel, ihre Ausbildung macht sie aber in Bergedorf. Die 21-jährige Abiturientin befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr zur Immobilienkauffrau bei der Baugenossenschaft Bergedorf-Bille: "Ich wollte unbedingt auf eigenen Beinen stehen und habe mich deshalb für eine Ausbildung entschieden. Klar, dass ich mich vorher genau über das Unternehmen informiert habe. Was mir an meiner Genossenschaft besonders gefällt? Es gibt abwechslungsreiche Tätigkeiten und tolle Bauprojekte, zum Beispiel in der HafenCity. In der Branche will ich auf jeden Fall bleiben und kann mir gut vorstellen, später auch die Weiterbildung zur "Immobilienfachwirtin" anzuschließen."

Eva Vietheer

Eva Vietheer ist seit 2002 Ausbildungsleiterin bei der Baugenossenschaft freier Gewerkschafter und hat zwischen 1996 und 1998 selbst eine Ausbildung bei ihrer Genossenschaft absolviert. Die Lokstedterin ist überzeugt vom Konzept des lebenslangen Lernens: "Eine breitgefächerte und fundierte Ausbildung ist die beste Basis für den Start in das Berufsleben. Unsere Azubis erledigen viele Tätigkeiten selbstständig und entwickeln so die Fähigkeit zu eigenverantwortlichem Arbeiten weiter. In Teams lösen sie außerdem praxisbezogene Projektaufgaben. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung können unsere Mitarbeiter unterschiedliche Fortbildungsmöglichkeiten nutzen, zum Beispiel Tagesseminare und die Fortbildung zum Immobilienfachwirt. In der Vergangenheit konnten wir den meisten unserer Azubis nach der Ausbildung ein unbefristetes Arbeitsverhältnis anbieten."

René Behn

Der 23-jährige Abiturierent René Behn arbeitet bei der Baugenossenschaft freier Gewerkschafter: "Manchmal staune ich, wie schnell die ersten anderthalb Jahre vergangen sind! Das liegt daran, dass ich viele Abteilungen durchlaufe und mehr Abwechslung in den Tätigkeiten habe, als ich vor dem Ausbildungsstart erwartet hätte. Schwerpunkte meiner Arbeit bilden Vermietungs- und technische Themen im Gebäudemanagement und auch Bauprojekte. Bei meiner Genossenschaft bekomme ich einen sehr guten Einblick in das, was in der Immobilienbranche wichtig ist. Ganz besonders gefällt mir dabei, dass ich persönlichen Kontakt mit Mietern und Wohnungsinteressenten habe, zum Beispiel bei Wohnungsbesichtigungen. Auf jeden Fall will ich in meiner verbleibenden Ausbildungszeit noch so viel wie möglich mitnehmen und lernen. Dann bin ich gut gerüstet für meine Zukunft."

Dirk Ackermann

Seit 2003 verantwortet er als Leiter des Geschäftsbereichs Wohnen im Alter auch die Ausbildung bei der Vereinigten Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft vhw: Der Bergedorfer Dirk Ackermann ist für den Berufsstart von derzeit insgesamt 71 Azubis verantwortlich. "Allein 64 unserer Auszubildenden haben sich für den Bereich Altenpflege entschieden. Wir sind einer der größten Träger in Hamburg und bieten unterschiedlichste Wohnformen im Alter an: Betreutes Wohnen, Ambulante Pflege, Seniorenwohnanlagen und Residenzen, Kurzzeit- bzw. Verhinderungspflege und auch vollstationäre Pflegeangebote. Für alle diese Aufgabenbereiche bilden wir unsere Fachkräfte selbst aus. Der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern ist in diesem Berufsfeld so groß wie in wohl kaum einem anderen, denn unsere Gesellschaft wird immer älter. Die Übernahmequote bei der vhw liegt zwischen 80 und 90 Prozent. Wer diesen beruflichen Weg einschlagen will, muss vor allem die Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten, Teamgeist, Zuverlässigkeit und Aufgeschlossenheit mitbringen, sollte dienstleistungsorientiert sein und gerne Kontakt zu Menschen haben."

Larissa Huck

Gut ausgebildete Altenpfleger sind sehr gefragt, freut sich Larissa Huck und sieht deshalb ihre berufliche Zukunft sehr optimistisch. Die 20-Jährige aus Neuwiedenthal hat schon erste Erfahrungen gesammelt, bevor sie im August 2008 ihre Ausbildung bei der Vereinigten Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft vhw begann. "Ich habe schon ein Jahr lang als Pflegehelferin gearbeitet. Sich vorher die Praxis anzuschauen, empfehle ich jedem, der sich für eine Ausbildung interessiert. Mir fiel danach die Entscheidung sehr leicht. Ich wollte immer mehr wissen, über Erkrankungen, über die Prophylaxe. Auch psychologische Kenntnisse sind für die Betreuung der Bewohner ganz wichtig. Wir sprechen ja viel miteinander. Das schönste ist, wenn man den Bewohnern und ihrer Familie eine Freude machen kann. Nichts ist schöner als ein zufriedenes Lächeln! Bei der vhw, in meinem Team fühle ich mich sehr wohl und verstehe mich toll mit meinen Kollegen. Ich will jetzt noch mehr in der Praxis lernen und später auch eine Weiterbildung machen."

Christine Müller

Christine Müller übernahm 2001 die Ausbildungsleitung bei der altoba, wo sie derzeit vier Auszubildende betreut. Im August 2009 werden zwei weitere Azubis starten. Die Ammersbekerin, zu deren Aufgaben auch die Vorstandsassistenz und die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gehören, erwartet von Bewerbern vor allem hohe Einsatzbereitschaft, Teamgeist und Fingerspitzengefühl im Umgang mit Menschen. "Wir Genossenschaften sind als Ausbildungsbetrieb eine sehr gute Wahl. Aus drei Gründen: Wir legen hohen Wert auf eine hohe Ausbildungsqualität, auch über die Anforderungen des geltenden Rahmenplans hinaus. Die Wohnungsbaugenossenschaften bieten außerdem Aufgabenstellungen an, die umfangreicher und vielschichtiger sind als in Maklerunternehmen. Und drittens haben Auszubildende bei uns große Zukunftschancen, denn unser Ziel ist die Übernahme der fertigen Immobilienkaufleute in ein Angestelltenverhältnis, wo sie durch interne und externe Maßnahmen systematisch weiter gefördert werden."

Kristin Roßmeisl

Die 21-jährige Kristin Roßmeisl hat sich viel vorgenommen. Sie macht eine duale Ausbildung, die aus der Ausbildung zur Immobilienkauffrau bei der altoba und einem dreijährigen Bachelorstudium der Fachrichtung Immobilienwirtschaft an der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein in Kiel besteht. Damit hat sie Theorie und Praxis perfekt verbunden, findet sie: "Mit meinen Ansprechpartnern in den Abteilungen, die ich bei der altoba durchlaufe, kann ich auch Fragen aus dem Studium besprechen. Und meine Ausbildungsleiterin Christine Müller hat sowieso immer ein offenes Ohr für mich. Ich habe schon die Kundenhotline betreut und in der Spareinrichtung der altoba gearbeitet, wo die Spareinlagen der Mitglieder wie in einer kleinen Bank verwaltet werden. Bei Besprechungen mit Architekten und Handwerkern war ich genauso dabei wie bei Besichtigungen von Baustellen. Meine Erwartungen haben sich mehr als erfüllt!" Ihr erstes Ziel will die gebürtige Rostockerin so auch bald erreicht haben: die Prüfung vor der IHK.